Das passiert bei uns im Kindergarten ...

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Birnenernte

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Die Geschichte vom Birnenzwerg

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aus: Kleine Märchen und Geschichten von Freya Jaffke.


Vor langer Zeit lebte unter einer stattlichen Tanne ein kleiner Zwerg. Ganz alleine bewohnte er seine Wurzelhöhle am Waldesrand. Recht gemütlich hatte er sich darin eingerichtet. Des Sommers pflegte er die Pflanzen in seiner Nähe und ernährte sich von süßen Beeren und Kräutern. An jedem Tag war er mit seinem Leiterwagen unterwegs. Für den Winter musste der Zwerg Vorräte sammeln. Eines Morgens wehte ihm der Wind ein gelbes Blatt vor seinen Eingang.

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„Oh, es wird Herbst“, sagte der Zwerg vor sich hin. „Ich muss zum Dorf, um mir Birnen für meinen Wintervorrat zu holen.“ Am nächsten Tag, ganz in der Früh, nahm er seinen Korb auf den Rücken und machte sich auf den Weg zum Dorf.

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Als er eine Weile durch das weiche Moos gelaufen war, da knackte es plötzlich im Gebüsch. „Was ist das?“ frage sich der Wurzelzwerg. Nicht weit von ihm stand ein Fuchs mit glühenden Augen. Hoppladihopp, schnell wie der Wind, eilte der Zwerg seiner Höhle zu. Sein Herz pochte bis zum Halse. Das war gerade noch mal gut gegangen.

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Am folgenden Morgen nahm er wieder seinen Korb auf den Rücken und machte sich erneut auf den Weg zum Dorf. Er lief eine Weile durch das weiche Moos und war sehr froh, dem Fuchs nicht zu begegnen. Doch was hörte er da? Erschrocken blieb der Zwerg stehen. Auf der Wiese weidete eine große dicke Kuh. Eigentlich sind Kühe recht harmlos, aber der Wurzelzwerg fürchtete sich vor dem lauten „Muh“.    

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Am anderen Tag wollte der Wurzelzwerg es ein letztes Mal versuchen. Er griff den Korb, um dann den Weg zum Dorf anzutreten. Von weitem hörte er schon die Kirchenglocken läuten. „Aha“, sagte er sich erleichtert, „ heute ist Sonntag, da sind alle Kühe im Stall.“ Und tatsächlich, als er an der Weide vorbeikam, war weit und breit keine Kuh zu hören und zu sehen. Nur die leere Milchkanne stand noch da. Der Zwerg kam glücklich beim Birnbaum im Dorf an.

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Aber welch ein Ärger, alle Birnen waren oben und der Zwerg stand unten. Wie sollte er nur auf diesen großen Baum kommen? Der Wind hörte sein Klagelied und kam zu Hilfe.

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Er wehte solange, bis eine der schönsten Birnen geradewegs in die Arme des Zwerges fiel. Wie freute er sich! „Danke, lieber Wind, danke!“, jubelte er und hüpfte einmal um den Birnbaum herum.

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Dann nahm er seinen Korb, legte behutsam die Birne hinein und machte sich auf den Heimweg. Zuhause zündete er das Feuer in seinem Ofen an, stellte den Topf darauf und kochte gutes, süßes Birnenmus. Wie das duftete!

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Am Abend, als er alles Mus in Gläser gefüllt und sich so richtig sattgegessen hatte, legte er sich müde und zufrieden in sein Bett. Der Mond schaute zum Fenster herein und sang ihm ein Lied zur guten Nacht. „Schlaf schön, du kleiner Birnenzwerg“, sagte er ihm zum Abschied.

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Angeregt durch die Geschichte vom Birnenzwerg, haben die Vorschulkinder (Riesen-Riesen) unsere eigenen Birnen geerntet und im Korb gesammelt.

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Gemeinsam haben die Kinder die Birnen geschält und kleingeschnitten.

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und dann am offenen Feuer ein herrlich duftendes Birnenmus gekocht. Als es fertig war, haben sie das Mus in kleine Probiergläser für die Eltern abgefüllt. Natürlich haben sie eine große Portion für sich selbst überbehalten und diese mittags zusammen mit leckeren Pfannkuchen verspeist.